Richard Prause: 28.03.2012

„WM, Teil II . . .“

Jetzt stehen sie also fest, die Teams, die bei der Liebherr-Mannschafts-Weltmeisterschaft in Dortmund im Achtelfinale stehen und damit ins Rennen gehen um die Medaillen.

Donnerstag erfolgt somit der Startschuss zum zweiten Teil der WM. Nicht, dass Teil 1 langweilig gewesen wäre – ganz im Gegenteil – aber jetzt prickelt es so richtig.

Fassen wir also kurz zusammen. Gigant China spielt(e) bei den Damen bislang wie von einem anderen Stern. Fünf Spiele, fünf Siege, Spielverhältnis 15:0 – Satzverhältnis 45:1. Noch irgendwelche Fragen, wer erster Goldanwärter in Dortmund ist?

Deutschlands Damen haben zwei Jahre nach dem Sensationsbronze von Moskau das Achtelfinale erreicht. Jetzt baut sich vor Wu Jiaduo und Kolleginnen mit Nordkorea ein höchst unangenehmer Gegner auf. Österreichs Damen spielten so weit ebenfalls eine gute Weltmeisterschaft und wer weiß: Vielleicht ist gegen die Niederlande sogar etwas mehr drinnen, als so mancher annehmen will.

Bei den Herren sind China und Deutschland ebenfalls unanfechtbar gewesen. Dass Chinas Herren in der Vorrunde keine einzige Partie verlieren würde, war irgendwie absehbar, dass aber auch Deutschland dermaßen souverän durch Dortmund spazieren konnte, überrascht doch etwas. Derzeit sieht bei den Herren also noch alles nach jenem Traumfinale aus, von dem seit Anfang an  alle gesprochen haben – China gegen Deutschland.

Die weiteren Medaillenanwärter wie Korea oder Japan ließen das eine oder andere Mal Verletzbarkeit erkennen. So hatte beispielsweise Koreas Weltranglistenfünfter Joo Se Hyuk beim 3:1 über Österreich vom jungen Österreicher Daniel Habesohn (0:3) unerwartet schwere Prügel bezogen und auch Japan vergoss so manchen Tropfen aus Angstschweiß.

Aber, wie gesagt: Jetzt beginnt die WM zum zweiten Mal und am Sonntag wird man schnell vergessen haben, was bis Mittwoch Abend alles passiert ist.


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