Richard Prause: Vorschau

„Diese WM wird ein Riesenfest . . .“

Noch zwei Tage, dann ist es so weit. In der Westfalenhalle von Dortmund steht die Liebherr-Mannschafts-Weltmeisterschaft auf dem Programm. Bislang sind mehr als 50.000 Karten verkauft worden. Es riecht nach toller Stimmung und Erinnerungen an die aus deutscher Sicht sporthistorische WM von Dortmund 1989 (mit Gold für Rosskopf/Fetzner) werden wach.

Klar, ich würde gerne ein Finale zwischen Deutschland und China sehen, gehe aber davon aus, dass der Weg des DTTB-Teams dorthin sicherlich ein steiniger werden wird.

Ich sehe Timo und Kollegen klar in der Favoritenrolle in der Gruppenphase, aber – wie bei allen big events – ab dem Viertelfinale kann viel passieren. Ich bin sehr gespannt, wie sich jene Länder, die ich jetzt mal zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärter zähle, schlagen werden: Da denke ich zunächst natürlich an Japan, an Korea, an Hongkong und eventuell sogar an Russland.

Japan habe ich zuletzt bei den Asian-Games in Macao intensiv beobachtet. Dort hat mich vor allem Koki Niwa beeindruckt. Er hat Weltmeister Zhang Jike (1:3) damals erheblich zugesetzt. Die junge wilde Garde aus Japan – angeführt von Jun Mizutani – ist sicher jene Mannschaft, der man neben Deutschland am ehesten zutrauen kann, China ernsthaft zu fordern.

Ob Korea diesmal auch zu diesem erlesenen Kreis zu zählen sein wird, ist in erster Linie von der Form Joo Se Hyuks abhängig. Der spielt aber seit Monaten konstant stark und liegt in der Weltrangliste (Platz 5) auch so gut wie noch nie.

Was erwarte ich noch? Ich werde mit viel Interesse auf Länder wie Iran und Nordkorea schauen. Das sind Nationen, die nicht allzu oft zu sehen sind, die aber immer für gewisse Überraschungen gut sind.

Von einem gehe ich aber auf jeden Fall aus: Diese Weltmeisterschaft wird ein Riesen-Fest . . .


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