Richard Prause: 26.03.2012

„Die Stars im Gleichschritt. . .“

Deutschland und China zogen an den ersten beiden Tagen im Herrenwettbewerb bei der Liebherr-Mannschafts-Weltmeisterschaft in Dortmund recht einsam ihre Kreise.

Interessant ist aber auch, dass zwei weitere Medaillenanwärter große Probleme hatten und haben. Korea hat am ersten Tag gegen Taiwan mit einem Bein am Abgrund gestanden, wobei auf Seiten Taiwans vor allem die exorbitante Leistungssteigerung von Chen Chien-An aufgefallen ist. Nicht zuletzt war er bereits Jugend-Weltmeister, danach hatte er aber längere Zeit Schwierigkeiten gehabt, sich bei den Herren zu etablieren. Diese Saison holt er genau das mit Riesenschritten nach.

Mit Japan ist ein weiterer Anwärter auf Edelmetall gegen Polen mit 1:3 gestrauchelt. Überraschend dabei nicht nur der Umstand, dass Japan auf seine Nummer eins Jun Mizutani verzichtet hat, sondern auch, dass Seiya Kishikawa seine beiden Partien im Nachspiel des fünften Satzes verloren hat. Darüber hinaus leistete sich Japan den Luxus, auch Matsudaira auf der Bank zu lassen.

Gespannt bin ich jetzt auch noch darauf, wie sich Nordkorea in der heißen Gruppenphase schlägt. Dem 3:0-Sieg über Schweden folgte das erwartete 0:3 gegen China. Trotzdem traue ich Nordkorea noch einiges zu. Vor allem deren Nummer 1 Kim Song Man, seines Zeichens Abwehrspieler unangenehmen Zuschnitts, ist sicher noch der eine oder andere beachtenswerte Erfolg zuzutrauen.

Im Damenturnier präsentierten sich mit Deutschland und Rumänien zwei europäische Spitzenteams an den ersten beiden Tagen in sehr guter Verfassung und untermauerten damit ihre Ambitionen, mehr als nur dabei zu sein. Und von den „Giganten“ aus Asien wackelte bislang eigentlich nur Hongkong gegen Tschechien (3:2) und gegen Österreich (3:2).


Produkte
Social