Richard Prause: 25.03.2012

„Das Jahr der Höhepunkte . . .“

Der Startschuss zur WM in Dortmund ist also erfolgt. Die ganz großen Überraschungen sind ausgeblieben. Sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren haben sich am Sonntag die Topmannschaften durchgesetzt.

Das gibt mir die Möglichkeit, nach dem Auftakt etwas die Stimmung unter den Spielern und Spielerinnen zu beleuchten. Ich denke, dass die Spieler diese Weltmeisterschaft mit der gewohnt guten Organisation, wie man sie aus Events in Deutschland kennt, positiv bewerten. Es ist eine WM der kurzen Wege.

Was mir gleich am ersten Tag positiv aufgefallen ist im Vergleich zu Europameisterschaften und auch Asien-Meisterschaften, dass die Titelkämpfe von den Zuschauern sehr gut angenommen werden. Ich hoffe das bleibt auch in den nächsten Tagen so, wobei ich am Finalwochenende sogar nahezu ausverkauftes Haus erwarte.

Wenn man sich mit den Aktiven unterhält, ist vor allem bei den Spielern, die für die Mannschaften an den Start gehen, die nicht unbedingt Medaillenkandidaten sind, natürlich die bevorstehende Olympiaqualifikation das vorherrschende Thema und viele spüren schon die Doppelbelastung, eine gute WM spielen zu müssen und gleichzeitig unbedingt zu den Spielen nach London zu wollen.

Der Zeitplan im internationalen Tischtennis sieht eben nach dem eigentlichen Höhepunkt der WM in Dortmund mit wenigen Wochen Abstand den nächsten Höhepunkt mit den weltweiten Olympia-Qualifikationsturnieren vor. Ich kann nur allen Spielern wünschen, dass sie diesen Spagat der Doppelbelastung gut meistern und würde gleichzeitig allen Spielern raten, sich zunächst auf diese WM zu konzentrieren. Denn mit einer guten Weltmeisterschaft im Rücken kann man mit breiter Brust Richtung Olympiaqualifikation blicken.


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