Dirk Schimmelpfennig: 30.03.2012

"Stolz und traurig - Sensation knapp verpasst"

Freitag, 30. März: "Auch wenn der Abend mit einer Niederlage für Deutschlands Damen zu Ende ging, wir können sagen: Es war ein sehr guter Freitag. Unsere Herren stehen nach einem weiteren 3:0 über Schweden erwartungsgemäß im Halbfinale und haben die anvisierte Medaille sicher, unsere Damen sind nach einer grandiosen Leistung nur um Haaresbreite im Viertelfinale am amtierenden Weltmeister Singapur gescheitert.

Ich denke, die Spielerinnen fühlen sich nach dem knappen 2:3 so wie alle, die das Spiel in der Halle gesehen haben: Wir sind stolz und traurig. Stolz, mit dem amtierenden Weltmeister mit allen drei Spielerinnen auf absoluter Augenhöhe gespielt zu haben, und traurig, dass wir die Sensation ganz knapp verpasst haben. Mit ein wenig Abstand wird der Stolz deutlich überwiegen, denn wir haben gegen die zweitbeste Mannschaft der Welt nicht nur gut gespielt, sondern waren ebenbürtig und haben um jeden Punkt, um jeden Ball gekämpft. Ich bin sehr stolz auf diese Leistung. Die Damen haben es mit der Unterstützung der Zuschauer geschafft, an ihr Limit und sogar darüber hinaus zu gehen. Morgen beginnen die Platzierungsspiele, und wir werden versuchen, von vorne zu beginnen und gegen Japan einen Sieg zu erspielen. Das ist wichtig, damit wir uns für Olympia auch als Mannschaft qualifizieren.

Die Herren marschieren weiterhin mit China im Gleichschritt. Gegen Schweden gab es den sechsten 3:0-Erfolg im sechsten Spiel, das zeigt die bisherige Dominanz. Wir haben zwar eine Medaille sicher und damit unser erstes Etappenziel erreicht, aber wir möchten am Samstag gegen Japan den nächsten Schritt gehen und in das Endspiel einziehen. Gegen Japan, das eine starke Mannschaft hat, wird es mit Sicherheit viel schwerer. Wir werden uns gegenüber den bisherigen Spielen noch weiter steigern müssen, um das junge und starke japanische Team zu besiegen. Aber ich bin optimistisch: Unsere Mannschaft hat das Potential, um das Finale zu erreichen. Heute hat man beim Spiel der Damen zudem gesehen, dass die Unterstützung der Zuschauer wichtig und hilfreich sein kann. Morgen wird es mit 11.000 Zuschauer noch voller und ich bin mir sicher, dass das Dortmunder Publikum in dem schweren Halbfinale gegen Japan wie ein Mann hinter uns stehen wird."


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