Dirk Schimmelpfennig 31.03.2012

"Deutschland ist bereit für das Traumfinale gegen China"

Samstag, 31. März: "Eine fantastische WM. Alles läuft nach Plan. Das Traumfinale Deutschland gegen China, auf das wir hingearbeitet haben, steht.  Unsere Herren-Mannschaft hat bislang eine unglaubliche Konsequenz und Konstanz gezeigt, auch heute beim 3:1 im Halbfinale vor 11.000 Zuschauern gegen Japan. Wir wissen, was wir wollen und wir sind bereit für das Duell der beiden derzeit besten Nationalmannschaften der Welt. Natürlich treffen wir auf einen sehr sehr starken und favorisierten Gegner, aber auch dieser muss erst einmal eine sehr starke Leistung abrufen, um uns in dieser Verfassung zu schlagen. Wir werden es China so schwer wie möglich machen und haben dabei einen nicht zu unterschätzenden vierten Spieler in unseren Reihen - nämlich das tolle Dortmunder Publikum.

Die Japaner waren im Halbfinale der erwartet schwere Gegner. Aber Dimitrij Ovtcharov hat ein überaus wichtiges Break gegen Jun Mizutani geschafft, den er zuvor noch nie besiegt hatte. Timo war gegen Koki Niwa gewohnt stabil. Aber man konnte sehen, dass mit Niwa ein junger Spieler heranreift, der die Japaner schon sehr bald für die nächsten Jahre verstärken wird.  Die knappe Niederlage von Patrick Baum gegen einen starken Kishikawa muss man im Halbfinale einer WM akzeptieren. Das Match gegen Japan war unser bislang schwerstes Spiel, aber das allerschwierigste kommt erst noch. Aber etwas Luft nach oben ist auch bei uns immer noch vorhanden.

Wenn man weiß, wie viele Leute sich mit der Planung und Durchführung dieser WM beschäftigt haben und dass die Überlegungen nun in allen Bereichen aufgehen, dann ist das ein sehr gutes Gefühl. Diese WM ist ganz unabhängig vom Ausgang des Endspiels ein voller Erfolg. Aber auch sportlich wollen wir morgen noch versuchen, ihr die Krönung aufzusetzen.

Ein Wort auch noch zu unseren Damen, mit denen wir nun gegen Polen um Platz sieben spielen. Wir wollen uns mit einem Sieg verabschieden. Auch wenn wir diesmal knapp gegen Singapur an einem Medaillengewinn vorbeigeschrammt sind, spielerisch war unsere Leistung in Dortmund besser als vor zwei Jahren beim Viertelfinalsieg über Hongkong. Auf die Leistung beim Spiel gegen Singapur dürfen die Damen ruhig etwas stolz sein."



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