3. April 2014

Shan Xiaona im Titelglück, Steffen Mengel mit Wahnsinnserfolg

German Open 2014 in Magdeburg

Am vergangen Sonntag endeten die German Open 2014 in der GETEC Arena. Ein Turnier voller Titel und Achtungserfolge für die Butterfly Spieler vor Ort in Magdeburg.

Im Damen Einzel zeigte sich die frisch gekrönte Deutsche Meisterin Shan Xiaona von ihrer besten Seite. Im Turnierverlauf musste die 31 Jährige mehrfach ihre Form gegen Abwehrspielerinnen unter Beweis stellen. Die Penholder-Spielerin blieb dabei jederzeit sicher und offensiv und besiegte so Teamkollegin und Butterfly-Spielerin Irene Ivancan im Achtelfinale mit 4:3. Nach dem Viertelfinalsieg gegen Georgina Pota (4:1) folgte eine weitere deutsche Abwehrspielerin im Halbfinale. Gegen Han Ying musste Shan bei den deutschen Meisterschaften noch ins Zeitspiel, in Magdeburg jedoch behauptete sie sich klar mit 4:1. Aller guten Dinge sind drei: Das Finalspiel gegen die Weltranglisten 9. Seo Hyowon aus Korea, natürlich wieder eine Abwehrkünstlerin, bestritt Shan in fantastischer Form. Sie ließ ihrer Gegnerin nicht einen Satzgewinn und brachte ihren Titel bei den German Open siegreich mit 4:0 unter Dach und Fach.

Mehr als einen Achtungserfolg erzielte die erst 19 jährige Sofia Polcanova aus Österreich. Die Weltranglisten 60. (Vormonat: 86) bezwang der Reihe nach Yang Haeun (KOR, WR 20), Margaryta Pesotska (UKR, 47) sowie Misaki Morizono (JPN, 40), bevor sie im Halbfinale gegen SEO Hyowon das Feld räumen musste.

Bei den Herren stand Steffen Mengel sicherlich im Rampenlicht. Der 26-Jährige spielte erneut zu der Topform auf, mit der er Timo Boll im Finale der Deutschen Meisterschaften 2012 bezwang. Die German Open 2014 begannen für Mengel in der Qualifikationsrunde. In der ersten Runde des Hauptfeldes stand er dann dem Russischen Butterfly-Spieler Alexander Shibaev gegenüber, den Mengel schließlich mit 4:3 und 11:9 im 7. Satz niederringen konnte. Dann das Viertelfinale, der Gegner: Wang Hao, 3-facher Silber-Medailist bei den Olympischen Spielen, Weltmeister von 2009, seit 10 Jahren konstant in den Top 10 der Welt. Doch Mengel hielt dagegen, zeigte Kampfgeist und Konzentrationsvermögen, drehte ein 6:10 im 7. Satz noch zum 10:10 und erspielte sich einen Matchball, den er eiskalt nutzte. Der Überraschungssieg war perfekt, die GETEC Arena in Magdeburg tobte. Das Viertelfinalspiel gegen den Koreaner Cho Eonrae nahm Mengel auf seiner Adrenalinwelle reitend einfach mit, 4:0. Erst im Folgespiel gegen den Butterfly Spieler Jun Mizutani, Japans No.1, musste Steffen Mengel die Segel streichen und zum Sieg gratulieren.

Eine Überraschung der besonderen Art bot das Damen Doppel der German Open. Während sich die polnischen Butterfly-Spielerinnen Natalia Partyka und Katarzyna Grzybowska mit Siegen über die Österreicherinnen Polcanova/Solja (3:2) und im Halbfinale gegen Shan Xiaona/Kristin Silbereisen (3:2) buchstäblich durchkämpften, standen im Finale allerdings ihre Gegner im Rampenlicht. Die beiden 13-jährigen Spielerinnen Miu Hirano und Mima Ito aus Japan stahlen ihnen die Show und waren am Ende mit einem überzeugenden 3:0 die strahlenden Sieger der German Open, übrigens die Jüngsten Sieger aller Zeiten bei einem World Tour Turnier.

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