27. September 2012

Quentin Robinot : "Ziel Top 100"

Kurz vor dem Beginn des Flandern Opens, eine Station des ITTF Euro-Africa Circuit, blickt Quentin Robinot zurück auf den Sieg über Schweden und äussert ganz frei seine Meinung.

Wie wirst du diese Flandern-Open angehen, wo du ja als N° 2 gesetzt bist?

Ich mache mir deswegen absolut keinen Druck. Ich will nur gut spielen in den Aktiven-Wettbewerben. Es besteht sicherlich ein kleiner Zwang ein gutes Resultat zu erreichen, eine gute Figur abzugeben und hochwertige Matches zu liefern. Auch um Punkte zu ergattern, denn ich will ja auch in die Top 100 einziehen.

Ist dies dein erster Wettbewerb in den Farben deines neuen Vereins?

Ich spiele jetzt in Levallois und Patrick Chila wird mich ja auch nach Antwerpen begleiten. Aber ich habe schon am China-Open teilgenommen in meinen neuen Vereinsfarben.

Ein Open das nach einem langen Lehrgang in Sudkorea stattfand…

Ich bin praktisch den ganzen Monat August in Korea gewesen. Butterfly hat mir diesen Lehrgang angeboten und alle Kosten übernommen. Ich kannte ein paar koreanische Spieler die an den World Tour Opens teilnehmen; ich war wirklich voll in ihrem Tagesablauf integriert. Sie waren wirklich sehr sympathisch zu mir und haben mir enorm viele Fragen gestellt.

So alleine zu sein erzwingt mentale Stärke und intensives Nachdenken : ich glaube ich habe mich in diesem Zeitraum weiterentwickelt.

Kommen wir zur Nationalmannschaft zurück wo du, nach der Niederlage gegen Joao Monteiro in Portugal, eine gute Leistung gegen Schweden gezeigt hast…

Dieser Sieg gegen Pär Gerell bringt meine Saison in Gange und mich selbst auf die richtigen Weichen. Jenen Abend in Rouen, da war ich zufrieden, mit mir und für die Mannschaft von Frankreich.

Wie hast du die Mittel gefunden um Gerell zu schlagen?

Ich war ziemlich besorgt denn er hat mich schon zweimal klar besiegt Aber der Vorteil ihn mit einem 2:0 Vorsprung zu spielen hat mir viel Druck weggenommen. Sogar nach 1:0 Satzrückstand und 3:0 bin ich nicht in Panik geraten, denn spielerisch bin ich besser als er. Ich habe an all die Matches gedacht die ich im Griff hatte und dann doch irgendwie verloren habe. Ich habe alles gegeben und es hat geklappt…

Weniger Druck, aber der Saal war vollgepackt und Schweden musste unbedingt geschlagen werden. Wie macht man es mit 19 Jahren das grosse Zittern nicht zu bekommen?

Ich glaube es hilft mir sehr frühzeitig wichtige Wettkämpfe bestritten zu haben. Als ich jünger war habe ich sehr sensibel auf die Umgebung reagiert. Heute verspüre ich den Druck nicht mehr und ich konzentriere mich voll auf das Geschehen in dem Spielfeld, und sonst gar nichts.

Du hast einen bemerkenswerten Parcours bei den Junioren hingelegt, gekrönt u.a mit dem Meistertitel in Europa 2010 und mit der Bronze-Medaille im Einzel bei der Weltmeisterschaft vergangenen November…. Bei einem Interview mit FFTT-TV hast du von schweren Monaten gesprochen?

Ich habe eine Enttäuschung erlebt nach der Weltmeisterschaft in Dortmund. Obwohl ich ein einigermassen gutes Olympia-Qualifikation Turnier gespielt habe (in Luxenburg) habe ich gespürt dass es nicht richtig läuft, ich hatte den Eindruck die Obergrenze gegenüber meiner Kontrahenten erreicht zu haben. Ich hatte nicht mehr den letzten Biss und habe angefangen zu grübeln. Ich hätte da vielleicht eine Erfrischungspause einlegen sollen.

Die Berufungen in die Nationalmannschaft sind eine Belohnung deiner Arbeit…

Es hat mir sehr gut getan in die Auswahl für die Europa-Qualifikation und für Europa-Meisterschaft in Dänemark berufen worden zu sein. Das die Trainer auf mich zählen hat mir frischen Antrieb gegeben, vor allem wenige Monate vor der Weltmeisterschaft.

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