31. Mai 2011

Volkswagen Cup 2011

01.04.2011 09:00

Volkswagen Cup 2011

Timo Boll bringt zwei Monate vor der WM auch Wang Hao in Bedrängnis

Knapp zwei Monate vor den Einzel-Weltmeisterschaften in Rotterdam (8. Bis 15. Mai) ist Timo Boll mit einer eindrucksvollen Überprüfung seines Leistungsstands vom Volkswagen Cup 2011 aus Guangzhou zurückgekehrt. Der deutsche Super-Schmetterling stellte Ende März in Südchina mit Platz zwei seinen Ruf als einziger ernsthaftester Herausforderer von Chinas Assen nachdrücklich unter Beweis. Erst im Finale musste sich die derzeitige Nummer eins der Welt nach großem Kampf im Finale dem amtierenden Weltmeister und World-Cup-Gewinner Wang Hao mit 9:11, 11:5, 11:5, 4:11, 7:11 und 7:11 geschlagen geben. Im November hatte Boll die letzte Auflage des Volkswagen Cups in Braunschweig im Finale gegen Olympiasieger Ma Lin gewonnen.

Bevor sich Timo Boll im Endspiel mit Weltklassetischtennis einen 2:1-Vorsprung gegen den für ihn unliebsamen Wang Hao erarbeitete und dabei nur haarscharf an einer 3:0-Führung vorbeischrammte, hatte der Titelverteidiger im Halbfinale einmal mehr seinen japanischen Butterfly-Kollegen Jun Mizutani und in der Runde der besten Acht Hongkongs Tang Peng (4:1) bezwungen. Wang Hao hatte sich auf seinem Weg ins Finale unter anderem gegen Ex-Europameister Michael Maze (Dänemark) durchgesetzt.

Im Linkshänder-Duell mit Mizutani war Boll an einem der spektakulärsten Ballwechsel des Turniers beteiligt: Zu Beginn des zweiten Satzes wechselte der Europameister in einer sehenswerten Ralley die Schlaghand und zieht aus bedrängter Position einen sehr ordentlichen Vorhand-Topspin mit seiner rechten Hand. Der Punkt geht zwar an Japans Nummer eins, die chinesischen Zuschauer aber feiern den Deutschen für sein Kunststück, das per „video on demand“ kostenfrei auf der Webseite der ITTF bestaunt werden kann.

Timo Bolls Reise nach Guangzhou lohnte sich nicht nur wegen des Finaleinzugs und dem damit verbundenen Scheck in Höhe von 25.000 Dollar. Bolls Traum des Jahres 2011 liegt unweit von Deutschland entfernt im Nachbarland Niederlande: „Momentan ist eine ganz wichtige Phase vor der Weltmeisterschaft in Rotterdam. Ich versuche mir eine körperliche Basis aufzubauen vor meinem diesjährigen Höhepunkt, damit ich die kommenden harten Trainingslager auch voll durchziehen kann. Bisher läuft es ganz gut, wie man ja auch an meiner Leistung in Guangzhou gesehen hat. Das Spiel gegen Wang Hao war streckenweise schon sehr okay, aber ich hoffe, bis Rotterdam geht es noch besser. Noch 1,5 Monate - der Countdown läuft!“

see more news


Produkte
Social