31. Mai 2011

Timo Boll und Jun Mizutani – die letzten Hoffnungen der Tischtennis-Welt

14.05.2011 11:35

Timo Boll und Jun Mizutani – die letzten Hoffnungen der Tischtennis-Welt

Dass China auch 2011 die alles beherrschende Nation der WM in Rotterdam stellen würde, stand nie in Frage.


Zu klären bleibt bei Titelkämpfen derzeit lediglich die Anzahl der Medaillen, die das Reich der Mitte dem Rest der Welt überlasst. Mit Stand vom 13. Mai ist es bislang erst fünfmal Edelmetall in Doppel-Wettbewerben, das Nichtchinesen für sich in Anspruch nehmen können. Nach dem totalen Erfolg bei den Damen für China ruhen im Einzel die letzten Hoffnungen der Tischtennis-Welt auf den Schultern von Timo Boll (Deutschland) und Jun Mizutani (Japan). Die beiden Schmetterlinge müssen allerdings am Samstag sehr hoch hinaus fliegen, um über die noch aus sechs Spielern bestehende große Mauer hinaus zu gelangen, von denen einer in Gestalt von Zhang Jike ebenfalls ein Butterfly-Partner ist.
Dem seit Monaten auf einen Medaillengewinn in Rotterdam fokussierten Timo Boll messen Experten die größten Chancen bei, sein Viertelfinalspiel gegen Chen Qi zu gewinnen. Beim 4:2-Achtelfinalerfolg über seinen Nationalmannschaftskollegen Dimitrij Ovtcharov präsentierte sich Boll erneut in medaillenverdächtiger Form. Im nun anstehenden Duell der Linkshänder mit Chen Qi behielt Boll zuletzt in der Champions League zweimal die Oberhand, doch im Frühjahr 2010 ereilte ihn in Berlin bei den German Open in Berlin auch eine Niederlage. Boll geht jedoch mit Selbstvertrauen in das deutsch-chinesische Duell um Edelmetall. „„Ich habe mich gut bewegt. Es war eine sehr gute Generalprobe für das Spiel gegen Chen. Dimi hat stark gespielt und hat mich richtig gefordert“, so Boll. „Ich musste am Limit spielen und bin sehr erleichtert, dass es positiv für mich ausgegangen ist.“

Jun Mizutani kam am Freitag in den komfortablen Genuss eines spielfreien Tages. Japans Grand-Final-Gewinner profitierte wie allerdings auch sein Gegner Wang Hao von dem auf zwei Tage gesplitteten Zeitplan der Achtelfinalbegegnungen. Gegen den Titelverteidiger und derzeitigen Weltranglisten-Ersten ist die Hürde zwar hoch, aber auch der Chinese offenbarte im vorausgegangenen Duell mit dem Südkoreas Olympiasieger von 2004, Ryu Seung Min, Anfälligkeit. Die Frage wird allerdings sein, ob Mizutani mit seinen im Gegensatz zu Ryu etwas weicheren Schlägen Wang Hao ausreichend unter Druck setzen und zu Fehlern verleiten kann.
Im Damen-Einzel gewann Butterfly-Ass Liu Shiwen Bronze. Nach dem Viertelfinalerfolg über die Weltranglisten-Zweite Guo Yan unterlag Liu beim Kampf um den Einzug in das Endspiel gegen Ding Ning, die nun im Finale auf die Weltranglisten-Erste Li Xiaoxia trifft.
Auch eine Entscheidung ist bereits gefallen. Den Mixed-Wettbewerb gewannen in einem, wie könnte es anders sein, rein chinesischen Finale Zhang Chao/Cao Zhen vor Hao Shuai/Mu Zi. Den drei Schmetterlingen Seiya Kishikawa (mit Ai Fukuhara) und Cheung Yuk/Tie Yana blieb Bronze. Bronze sicher haben Damen-Doppel Jiang Huajun/Tie Yana (Hongkong).

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