31. Mai 2011

Statement der Tamasu Co., Ltd, Japan

07.04.2011 13:13

Statement der Tamasu Co., Ltd, Japan

Herausgegeben durch den Geschäftsführer Shunsaku Yamada

Seit dem Erdbeben am 11.März, die dadurch ausgelöste Tsunamikatastrophe und die Beschädigungen im Atomkraftwerk von Fukushima, hat uns eine Vielzahl von E-Mails, Anrufen und Zuschriften aus der ganzen Welt erreicht.

Wir bedanken uns sehr für die aufmunternden Worte und die darin ausgesprochene Besorgnis. Diese unterstützt und ermutigt uns. Alle Mitarbeiter von Butterfly arbeiten weiterhin hart dafür, die bestmöglichen Produkte für alle Tischtennisfans zu entwickeln und zu liefern.

Viele unserer Kunden treten mit der berechtigten Frage an uns heran, ob die Belieferung mit Butterfly-Produkten weiterhin pünktlich und vollständig erfolgen kann. Obwohl wir auch hier, in der Region um Tokio, selbstverständlich das Erdbeben gespürt haben und nach wie vor eine Limitierung der Stromversorgung vorliegt, bin ich froh bestätigen zu können, dass wir keinen Schaden erlitten oder Probleme in der Produktion haben.

Im Folgenden finden Sie einige spezielle Fragen und unsere Antworten darauf:

  1. Haben die Verwaltungs- und Produktionsgebäude von Tamasu Tokyo Co. Ltd. durch die Katastrophe Schaden erlitten?
    Unsere Gebäude, die Produktionsanlagen sowie auch sämtliche Warenbestände sind glücklicherweise davon verschont geblieben.
  2. Sind alle Mitarbeiter der Firma und deren Familien wohl auf?
    Allen Mitarbeitern und ihren Familien geht es soweit gut. Jedoch haben einige Familienangehörige Schäden an ihren Häusern erlitten, andere mussten evakuiert werden und wohnen derzeit noch in Notunterkünften.
  3. Haben einige der Kunden, Lieferanten oder TT-Schulen Schäden erlitten?
    Unserer Information nach liegen insgesamt 30 Schadensfälle vor.
    Diese teilen sich in ihrer Anzahl wie folgt auf:
    • 52% Kunden/Tischtennisfachgeschäfte
    • 27% Landesverbände
    • 14% Tischtennisschulen
    • 7% Lieferanten
    Wir haben bereits damit begonnen die Beschädigten nach besten Kräften zu unterstützen.
  4. Besteht Grund zur Sorge, dass Butterfly Produkte radioaktiv belastet sein könnten?
    Zur Zeit besteht hierfür keinerlei Sorge. Wie die japanische Regierung informiert, müssen alle Anwohner in einem Umkreis von 30km rund um das Kernkraftwerk von Fukushima evakuiert werden. Sowohl Verwaltung als auch Produktionsstätte liegen jedoch mehr als 200km entfernt, weshalb derzeit die potenzielle radioaktive Belastung der Produkte als unbedenklich eingestuft werden kann. Selbst für den Fall, dass sich die Situation wesentlich verschlechtern sollte, ist hier keine Gefahr zu sehen; Waren werden schließlich vor dem Export eingehend auf Radioaktivität geprüft und ein eventueller Export solcher Produkte untersagt.
  5. Rechnet Butterfly auf Grund der begrenzten Stromversorgung langfristig mit Lieferproblemen?
    Kunden und Spieler brauchen sich nicht darum zu sorgen, dass die Qualität der Produkte unter der limitierten Stromversorgung leidet. Ob die Kapazität auf lange Sicht von diesem Problem unberührt bleibt ist derzeit noch nicht zu beantworten. Fest steht jedoch, dass die Arbeitszeiten unserer Mitarbeiter entsprechend der Stromversorgung angepasst wurden und somit Lieferverzögerungen so gut wie möglich verhindert werden können.
    Im Hinblick auf die TENERGY Beläge übersteigt das Auftragsvolumen derzeit die Produktionskapazitäten, weshalb die Nachfrage momentan nicht komplett gedeckt werden kann. Der Grund hierfür liegt allerdings nicht in der Naturkatastrophe; alle Mitarbeiter der Produktion geben ihr bestes um die bestellten Mengen schnellstmöglich zu produzieren. Auch die Herstellung andere Beläge ist nicht von der Katastrophe betroffen.
  6. Denkt Butterfly darüber nach, mit der Produktion irgendwann in den Westen Japans umzuziehen?
    Wir sehen derzeit keine Veranlassung für einen solchen Schritt, der natürlich auch nicht von heute auf morgen vollzogen werden könnte.
    Die Berichterstattung außerhalb Japans ist unserer Meinung nach etwas zu negativ. Hier in Tokio leben wir relativ normal weiter, beobachten aber natürlich täglich was passiert. Allgemein ist durchaus feststellbar, dass die ein oder andere Firma umsiedelt – wir denken jedoch mittelfristig noch nicht daran.
  7. Hat die Katastrophe einen Einfluss auf den Börsenwert des Unternehmens?
    Die Tamasu Tokyo Co. Ltd. ist zwar eine Aktiengesellschaft; da jedoch die Aktien nicht an der Börse gehandelt werden, ist der Wert des Unternehmen sowie auch der Aktien davon nicht negativ beeinflusst.
  8. Ist auch bei den japanischen Spitzenspielern und ihren Familien alles in Ordnung?
    Wir haben mit allen Spielern Kontakt aufgenommen und sie haben uns bestätigt, dass sowohl sie selbst als auch ihre Familien alles gut überstanden haben. Auch die Leistungszentren, in denen die Spieler trainieren, haben soweit keine Schäden erlitten. Auch die Teilnahme der WM und die entsprechende Vorbereitung sind nicht gefährdet.
  9. Können die Japan Open (in Kobe, Juli 2011) sowie die japanischen Jugendmeisterschaften (in Aomori, August 2011) regulär ausgetragen werden?
    Der japanische Verband hat bereits offiziell informiert, dass die Japan Open wie geplant ausgetragen werden können. Hinsichtlich der japanischen Jugendmeisterschaften ist allerdings noch keine Entscheidung gefallen; hier muss noch eine offizielle Bestätigung abgewartet werden.

Sollte es bedeutende Veränderungen der Situation oder wichtige neue Nachrichten geben, werden wir uns noch einmal mit einer neuen Information an die Öffentlichkeit wenden.

Shunsaku Yamada
Geschäftsführer

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