31. Mai 2011

Mit einem Paukenschlag in die internationale Saison gestartet

Mit einem Paukenschlag in die
internationale Saison gestartet

Im Qualifikationsjahr für die Paralympics 2012 in London ist Selcuk Cetin gleich von Anfang an in einer super Verfassung.

Gleich dreimal Gold und einmal Bronze erkämpfte sich das Kreuznacher Tischtennis-Ass bei den Hungary Open vom 09.03. bis 13.03.2011 und Lignano Masters in Italien vom 22.03. bis 27.03.2011 und bestätigt seine gute Form vom Vorjahr eindrucksvoll.

Beflügelt von seiner Berufung in das Eliteförderungsprogramm London 2012 durch die Stiftung Deutsche Sporthilfe läufts gleich in den ersten Qualifikationsturnieren auf internationalem Terrain sehr gut für Selcuk Cetin. Dabei war mit diesem gelungenen Saisonstart nicht unbedingt zu rechnen, da Cetin sein Aufschlagspiel umgestellt hat und zu Beginn mit Anlaufschwierigkeiten gerechnet hatte. 'Dass es zu einem so frühen Zeitpunkt im Jahr bereits gut funktioniert und ich scheinbar mit meinen neuen Aufschlägen konkurrenzfähig bin, hätte ich nicht gedacht –bestenfalls gehofft!' gibt er sichtlich erfreut von sich. Das kontinuierliche Training zahlt sich aus!

In Ungarn musste sich der Bad Kreuznacher im Einzelwettbewerb lediglich im Halbfinale gegen den Neuling Mitar Palikuca aus Serbien mit 1:3 geschlagen geben: 'Der Serbe hat mich mit seinem Spielsystem überrascht. Ich hatte leider kein richtiges Rezept und habe dann auch verdient verloren.' hakt Selcuk Cetin diese Niederlage ab. Um Platz Drei konnte sich Cetin dann wieder deutlich mit 3:0 Sätzen gegen den Brasilianer Claudiomiro Segatto durchsetzen und damit Bronze hinter dem Kroaten Krizanec und dem Serben Palikuca sichern. Im Teamwettbewerb an der Seite des jungen Valentin Baus aus Bochum ließ man dann nichts anbrennen und marschierte ungefährdet zu Gold. Dabei blieb Selcuk Cetin sowohl in seinen Einzeln als auch in den Doppeln ungeschlagen. Hinter den Deutschen landeten die Brasilianer auf Platz Zwei und die Kroaten sicherten sich vor der belgisch-italienischen Kombination Platz Drei.

Im höher dotierten und auch besser besuchten Turnier in Italien –immerhin waren in der Wettkampfklasse 5 vier Toptenspieler da- lief es dann für Cetin noch besser. Mit deutlichen Siegen marschierte er zunächst bis zum Halbfinale des Einzelwettbewerbs durch und sah sich dann dem amtierenden Vizeeuropameister Nicolas Savant-Aira aus Frankreich gegenüber. Trotz einer 5:1-Führung im ersten und einer 7:3-Führung im zweiten Satz für Cetin ging der stark aufspielende Franzose mit 2:0 Sätzen in Führung. Trotzdem konnte der Bad Kreuznacher noch mal zulegen und die folgenden drei Sätze relativ klar für sich entscheiden. Cetin zu diesem Sieg: 'Das Drehen dieses Spiels war mental sehr wichtig für mich! Das ist gerade gegen die bekanntermaßen starken Franzosen nicht selbstverständlich' Im anschließenden Finale hatte dann der zweite Franzose Gregory Rosec keine Mittel, Cetin auch nur ansatzweise zu gefährden und verlor glatt mit 0:3. Erfreulich war, dass Selcuk Cetin als Mitfavorit seiner Rolle gerecht werden konnte und sich letztlich überzeugend Gold in seiner Einzelkonkurrenz sicherte. Im Spiel um Bronze setzte sich dann Savant-Aira gegen den Iren Michael Cunningham durch. Mit der Goldmedaille im Rücken ging es dann an der Seite des Trierers Jörg Didion in den Teamwettbewerb, wo man in der Gruppenphase gegen die Argentinier und die irisch-litauische Kombination gewinnen konnte. Auch im Halbfinale gegen die Kroaten Krizanec und Spalij gab gerade Selcuk Cetin sich keine Blöße und gewann neben dem Doppel mit Didion auch seine beiden Einzel. Somit zog man dann mit 3:1 ins Finale ein, wo die Franzosen Rosec und Savant-Aira bereits warteten. In diesem Finale wuchs dann überraschend Jörg Didion über sich hinaus und die Deutschen gingen nach den ersten beiden Einzeln mit 2:0 in Führung. Im hochklassigen Doppel unterlag man aber gegen die stark aufspielenden Franzosen mit 2:3 und Cetin musste dann im nächsten Einzel ran, um den dritten Punkt zu machen. Nun geschah es dann doch und er verlor sein Spiel gegen Rosec denkbar knapp mit 2:3. Durch diese Niederlage stand es dann nach einer klaren Führung doch 2:2 und der Trierer musste ins alles entscheidende letzte Einzel gegen Savant-Aira. Didion behielt die Nerven und gewann in einem starken Spiel 3:2 gegen den sichtlich konsternierten Franzosen. Erfreut über die zweite Goldmedaille in Italien bemerkte Cetin: 'Für Jörg freut es mich sehr, dass er hier im Finale die entscheidenden Punkte beigesteuert hat. Das zeichnet ein gutes Team aus!'

Selcuk Cetin möchte seinen Weg weiter gehen und sich über die nächsten internationalen Turniere und dem Jahreshöhepunkt im Oktober bei der EM in Split für London 2012 qualifizieren. Dafür muss das Jahr ziemlich perfekt laufen und es dürfen keine Verletzungen dazwischen kommen. Für sein großes Ziel 2012 muss Selcuk Cetin in diesem noch nach Slovenien, in die Slovakei, nach Holland und sogar nach China, um fleißig Punkte zu sammeln. Auch das Trainingspensum kann nun durch das Eliteförderungsprogramm deutlich verbessert und erhöht werden.

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