31. Mai 2011

Interview Kalinikos Kreanga

07.02.2011 12:23

Interview Kalinikos Kreanga

„Das ist ein unglaublich wichtiger Erfolg für mich“

Glückwunsch Herr Kreanga, mit fast 39 Jahren erstmals einen Titel bei einem der ganz großen Turniere zu gewinnen, das verdient Respekt. Hatten Sie überhaupt noch daran geglaubt, oder haben Sie sich bereits selbst als der ewige Zweite und Dritte gesehen?
Kreanga: „Natürlich habe ich daran geglaubt, dass ein solcher Titelgewinn möglich ist. Ich hatte ja auch zuvor schon Turniere gewonnen, wenngleich auch nicht WM, EM, World Cup oder Europe Top 12. An seine Chance glaubt man immer, wenn man an den Tisch geht. Und dass Alter spielt sowie noch keine so große Rolle, da ich absolut professionell lebe und trainiere.“


Ist es richtig, dass Sie am Samstagabend vor dem Spiel gegen Ovtcharov noch über Schmerzen in den Beinen geklagt, dass Sie sogar kurzzeitig mal einen Gedanken an ein Nichtantreten im Viertelfinale gehabt haben?
„Ja und nein. Ich hatte unangenehme Schmerzen in der Muskulatur. Verspannungen, die Belgiens Physiotherapeut aber glücklicherweise gelöst hat, so dass ich hundertprozentig fit antreten konnte. Ein Nichtantreten aber hatte ich nicht ernsthaft in Erwägung gezogen.“

Im Finale mussten Sie kritische Momente überstehen, als Samsonov im vierten Satz ihre 7:3-Führung in einen eigenen 9:7-Vorsprung umgewandelt hat und dicht vor dem Satzausgleich stand. Oder im Entscheidungssatz, als auch noch einmal ihr Vorsprung dahin schmolz. Hat Sie das verunsichert?
„Nein, überhaupt nicht. Das ist ja das normalste der Welt, dass die Spieler Serien hinlegen. Da muss man einfach mit leben, und im nächsten Moment kann es schon anders herum sein. Es war allerdings vorentscheidend, dass ich den vierten Satz noch zur 3:1-Führung nutzen konnte. Bei 2:2 wäre das ganze Spiel wahrscheinlich zugunsten von Vladi gekippt.“

Hatten Sie sich auf das Europe Top 12 speziell vorbereitet?
„Wir haben einen intensiven Vorbereitungslehrgang mit der Nationalmannschaft hinter uns. Er hat der Vorbereitung auf das Top 12, aber auch mittelfristig der Vorbereitung auf die WM gedient.“

Was bedeutet dieser Titel für Sie?
„Das ist natürlich ein unglaublicher wichtiger Erfolg für mich, denn das Europe Top 12 ist eines der wichtigsten und traditionsreichsten Turniere überhaupt. Der Erfolg war aber sehr wichtig hinsichtlich meiner Position in der Weltrangliste, die ich unbedingt verbessern muss, denn ich will mich direkt über meine Ranglistenposition für die Olympischen Spiele in London qualifizieren.“

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