31. Mai 2011

Ich denke nur von Spiel zu Spiel

09.05.2011 00:26

Ich denke nur von Spiel zu Spiel

Peter Korbel im Kurzinterview mit Butterfly-News

Die tschechische Nummer 1 und Nummer Nr. 58 der Weltrangliste wird alles geben, auch gegen die Nummer 9 der Welt, den dreifachen Ex-Weltmeister aus dem Reich der Mitte Wang Liqin, auf den er aller Voraussicht nach in der 2. Runde treffen wird.

Peter, mit Olympia 2012 in London wolltest du deine internationale Karriere beenden. Demnach wäre die jetzige WM in Rotterdam deine letzte WM. Bleibt es dabei?

Es sieht so aus. Aber wir haben jetzt im tschechischen Verband einen neuen Präsidenten, der sehr engagiert ist und bei uns einiges zum Positiven verändern will. Wir sind in vielen Punkten einer Meinung. Also wenn ich dem Verband helfen kann, ob am Tisch oder in anderer Funktion, dann tue ich das gerne. Auch nach London.

Du wirst im Juni 40 Jahre alt oder ich sollte besser jung sagen. Wenn man dich so anschaut, welche Erwartungen hast du an die WM?

Ich hatte eine gute Vorbereitung und auch körperlich bin ich fit. Wie weit ich komme, hängt natürlich von der Auslosung ab. In der 2. Runde spiele ich voraussichtlich gegen Wang Liqin. Das ist natürlich sehr schwer. Aber erstmal muss ich die 1. Runde überstehen, denn da können schon sehr starke Gegner kommen. Grundsätzlich denke ich von Spiel zu Spiel. Kämpfen werde ich in jedem Fall und gegen die Chinesen hast du eher am Anfang eines Turniers Chancen als am Ende.

Das Rotterdamer Ahoy-Kongresszentrum bietet einen sehr professionellen Rahmen für die WM. Eine tolle Veranstaltungshalle. Wie sind die Spielbedingungen?

Die Halle ist wirklich schön. Angesichts der knapp 800 Teilnehmer könnten aber mehr Trainingstische da sein. Insgesamt ist aber alles ganz o.k. Für die Zuschauer – das finde ich klasse – wird viel geboten vom Funpark, über viele Tische an denen gespielt werden kann und vieles mehr. Das ist schon perfekt. Die Leute sollen das Gefühl bekommen: ‚Ich bin dabei’.

Wer wird bei den Herren Weltmeister?

Ich wünsche mir, dass es irgendein Europäer wird.

Irgendeiner? So viele Europäer, die gegen China bestehen können, gibt es aber nicht.

Schon richtig. Ich denke an Timo, vielleicht an Vladi. Aber die Chinesen haben in dieser Saison eine verdammt starke Saison gespielt. Wenn Timo gewinnen will, dann muss er drei Chinesen schlagen. In Dortmund bei den German Open hat er zwei geschlagen. Gegen den dritten im Finale aber sehr klar verloren.

Wenn du Timos Trainer wärst, was würdest du ihm mit auf den Weg gegen die Chinesen geben?

Schwer zu sagen, was in seinem Kopf vorgeht. Fest steht, dass er noch keine WM-Einzelmedaille gewonnen hat. In Zagreb bei der WM 2007 war er nahe dran, aber gegen Ryu Seung Min im Viertelfinale hat er verloren und seine gute Chance verpasst. Ich weiß nicht, wie tief das in seinem Kopf steckt. Spielerisch könnte er es jedenfalls packen. Ich drücke im jedenfalls ganz fest die Daumen.

Viel Glück, Timo.

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