31. Mai 2011

„Die Strukturen müssen besser werden“

„Die Strukturen müssen besser werden“

10.05.2011 02:29

„Die Strukturen müssen besser werden“

Marios Amizic – Fokus WM 2011 – Tag 2

„Gestern hatte ich es bereits angesprochen: Was dem Tischtennissport und den meisten nationalen Verbänden fehlt, sind hochprofessionelle Strukturen. Diejenigen Nationen, die in der hauptamtlichen Führung, im Trainer- und im Ausbildungsbereich, in der medizinischen Betreuung und in der Organisation beste Voraussetzungen haben, um immer wieder neue Spieler an die Spitze heranzuführen, lassen sich in Asien und in Europa an einer Hand abzählen. Bei allen anderen sind Erfolge nicht dauerhaft zu erwarten. Ein gutes Beispiel aus meiner Sicht ist Portugal. Sie haben ein Team, das gut ist und das irgendwann, vielleicht schon 2011, bei Europameisterschaften im Finale stehen kann. Dort ist gut gearbeitet worden. Dennoch ist in Portugal keine Struktur vorhanden. Hinter dem Trio Apolonia, Monteiro, Freitas gibt es keine Nummer vier, fünf, sechs oder sieben, die den Anschluss an dieses Niveau finden kann. Es gibt keine gezielten Zentren und Fördermaßnahmen, die schon jetzt die Weichen für eine dauerhafte Zukunft stellen. Das nenne ich fehlende Struktur. In vielen kleineren Ländern und Verbänden, wo weltweit noch großes Potential für den Tischtennissport liegt, ist die Situation noch schwieriger. Sie spielen in Rotterdam in der Qualifikation, weil es daheim an Strukturen fehlt. Deshalb bin ich der Meinung, dass langfristig die Entstehung von Tischtenniszentren wie die Werner Schlager Academy unglaublich wichtig für unseren Sport sind. Aber egal ob an der WSA oder irgendwo anders: In der Zukunft werden immer mehr Verbände, die sich keine Strukturen leisten können, das Trainingsgeschehen dahin auslagern, wo Strukturen bereits vorhanden sind oder angeboten werden. Strukturen zu schaffen ist oft teurer, als fertige einzukaufen. Dies wird ein Teil der Zukunft sein.“

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