11. Dezember 2012

Liu Shiwen wiederholt Vorjahressieg und gewinnt historisches Preisgeld

ITTF World Tour Grand Finals

Mit dem Rekordpreisgeld in Höhe von 1 Million Dollar waren die ITTF World Tour Grand Finals die höchstdotierten seit der Einführung der weltweiten Turnierserie im Jahr 1995. Im chinesischen Hangzhou flogen mit Liu Shiwen, Yu Mengyu und Patrick Franziska gleich drei Schmetterlinge beim Treffen der Jahres-Punktbesten in den sechs ausgeschriebenen Konkurrenzen zum Sieg.

Liu Shiwen sichert sich ein respektables Weihnachtsgeld

Liu Shiwen wiederholte im Reich der Mitte nicht nur ihren Vorjahressieg durch einen erneuten Finalerfolg über Weltmeisterin Ding Ning, die Chinesin sicherte sich mit einem Scheck über 104.000 Dollar und einem exklusiven Geländewagen des Titelsponsors GAC zudem auch das attraktivste Weihnachtsgeld in der Geschichte des Tischtennissport. Die Endspielaufgabe nahm Butterfly-Partnerin Liu allerdings leichter als die Hürde im Halbfinale, als beim hauchdünnen 4:3 über die Singapur-Chinesin Feng Tianwei durchaus auch eine Niederlage im Bereich des Möglichen war. Liu Shiwen freute sich über den Titelgewinn: "Nachdem ich 0:2 zurückgelegen habe, war der Gewinn des dritten Satzes für mich sehr wichtig. Hätte Ding Ning auch diesen Satz bei 8:8 noch gewonnen, wäre es wohl sehr schwer für mich geworden."

Das Damen-Einzel wurde diesmal zum Wettbewerb mit den größten Überraschungen, und daran hatten mit Matilda Ekholm und Iveta Vacenovska zwei Tamasu-Asse großen Anteil: Die Schwedin besiegte die deutlich über ihr in der Weltrangliste stehenden Asiatinnen Jiang Huajun (Hongkong) und Seok Hajung (Südkorea), Tschechiens German-Open-Finalistin warf im Duell der Butterfly-Spielerinnen Tie Yana (Hongkong) aus dem Turnier. Im Viertelfinale war dann jedoch für Ekholm (gegen Feng) und Vacenovska (gegen die Chinesin Chen Meng) Endstation.

Chuan Chih-Yuan auch diesmal auf Treppchen

Das Fernbleiben der Super-Schmetterlinge Zhang Jike und Timo Boll kompensierte Chuan Chih-Yuan mit einem dritten Rang im Herren-Einzel. Während Chinas Olympiasieger und Deutschlands WM-Dritter zwar ausreichende Punktzahlen, nicht jedoch genügend Turnierstarts für einen Grand-Final-Start zu Buche stehen hatten, zeigte sich der Olympia-Vierte aus Taiwan auch beim Jahres-Showdown als konstante Größe für einen Platz unter den besten Vier. Die Halbfinalniederlage gegen Wang Hao (China), der im anschließenden Final seinem Landsmann Xu Xin unterlag, konnte Chuan aber auch diesmal nicht verhindern.

Das dritte Butterfly-Gold ging an Yu Mengyu aus Singapur. Sie verwies zusammen mit ihrer Partnerin Feng Taiwans Schmetterling Chen I-Ching (mit Huang Yi-Hua) auf Platz zwei. Silber holte auch der Japaner Seiya Kishikawa (mit Koki Niwa) im Herren-Doppel.

Franziska empfiehlt sich für höhere Aufgaben

Auf dem richtigen Weg zu höheren Aufgaben präsentierte sich Patrick Franziska im U21-Turnier. Deutschlands Butterfly-Ass beherrschte auf dem Weg zum Titelgewinn seine Gegner souverän. Zusammen mit dem Iraner Noshad Alamiyan standen sich im Finale die besten Junioren gegenüber. Der 20-jährige Franziska siegte klar mit 4:1, nachdem er zuvor im Gruppeneinzel in Satz sechs gegen den German-Open-Sieger noch hatte Matchbälle abwehren müssen. Franziska sagte hinterher: "Ich war am Anfang des Finales etwas nervös, habe dann aber immer besser gespielt und habe dann auch gefühlt, dass ich das Match gewinnen werde."

China dominiert auch 2012

Obwohl im olympischen Jahr mit seinen vielen Strapazen und Terminen nicht alle Topspieler bei den Grand Finals vertreten waren, stand das Prestigeturnier im Zeichen Chinas, das auch ohne seine Olympiasieger in den Hauptkonkurrenzen Damen- und Herren-Einzel mit allen drei Startern unter den besten Vier vertreten war. Die einzige Medaille Europas ging an Deutschlands Talent Franziska, der auch für die Zukunft eine der wenigen Hoffnungen des alten Kontinents im Duell mit Asien darstellt.

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