27. September 2013

Liu Shiwen verteidigt Titel und baut ihren unglaublichen Rekord aus

Am späten Nachmittag, am Montag, den 23. September 2013, gewann die aktuelle Nummer 1 der Weltrangliste, die 22-jährige Liu Shiwen aus China, den Titel bei den STARTS World Cup der Frauen in der japanischen Stadt Kobe. Damit baute sie ihre beeindruckende Siegesserie bei diesem alljährlichen Turnier aus.

Mit dem Sieg verteidigte die Butterfly-Vertragsspielerin ihren im Vorjahr in Huangshi gewonnenen Titel. Damit gelang ihr ein ganz besonderer Hattrick.

Mit dem Erfolg in Kobe gewann sie den Titel bereits zum dritten Mal in ihrer noch jungen Karriere. Ihr erster Sieg gelang ihr 2009 in Guangzhou, wo sie ihre Landsfrau Guo Yue im Endspiel bezwang.

Mit ihrem Sieg in Kobe ist ihr nicht nur der Hattrick gelungen; er bedeutet auch, dass sie ihren makellosen Rekord bei diesem Turnier verbessern konnte. Bei drei Teilnahmen gelangen ihr in 17 bestrittenen Spielen, 17 Siege und damit drei Turniersiege.

Die einzige Spielerin, die in der Geschichte der World Cup der Frauen ansonsten nie verloren hat, ist Deng Yaping. Sie gewann 1996 bei der allerersten Auflage des Turniers in Hongkong. Das blieb aber auch ihre erste und einzige Teilnahme bei diesem Turnier.

„Letztes Jahr, als ich in Huangshi gespielt habe, war ich die einzige chinesische Teilnehmerin, weil Guo Yue verletzt war. Deswegen verspürte ich deutlich mehr Druck,“ sagte Liu Shiwen. Ihre Teilnahme beim Turnier war vor einem Monat noch unsicher, denn bei den GAC Group 2013 ITTF World Tour, Harmony Open, im August, musste sie aufgrund einer Schulterverletzung kurz vor dem Endspiel im Damen-Einzel-Wettbewerb aufgeben.

„Ich bin müde und mein Schulter tut ein bisschen weh, aber es war die richtige Entscheidung vor dem Endspiel bei den Harmony Open in Suzhou zurückzuziehen“, fügte Liu Shiwen hinzu. „Wenn ich dort nicht zurückgezogen hätte, hätte ich hier nicht antreten können!“

In Kobe war sie erfolgreich und es war ihre Rückkehr in die Stadt, wo wir Liu Shiwen zum ersten Mal gesichtet haben. Denn 2004 debütierte sie dort bei den Jugend-Weltmeisterschaften, als die japanische Stadt Gastgeberin war.

Damals, so wie 2013, lieferte Liu Shiwen eine unglaubliche Leistung ab. Mit ihren nur 13 Jahren verlor sie während des achttägigen Turniers lediglich ein Spiel und zwar das letzte. Im Finale unterlag sie ihrer Landsfrau Cheng Chenchen.

Jetzt, neun Jahre später, im Finale, konnte sie den ersten Platz feiern. Im entscheidenden Spiel des Turniers gewann sie gegen ihre Landsfrau Wu Yang und war damit die einzige Spielerin des ganzen Turniers, die mit den Abwehrkünsten der späteren Gewinnerin der Silbermedaille zurechtkam.

Obwohl Liu Shiwen am Anfang des Turniers einige Schwierigkeiten hatte, gab es einen glatten Sieg in vier Sätzen (11-3, 11-7, 11-7, 11-2). In ihrem Eröffnungsspiel gewann sie glatt in vier Sätzen gegen die Koreanerin Seok Hajung, (11-1, 11-6, 11-4, 12-10), bevor sie gegen Singapurs Yu Mengyu einen 0:3-Rückstand wettmachen musste (10-12, 8-11, 6-11, 11-8, 11-2, 11-4, 11-5), um ihren Platz im Viertelfinale zu sichern.

Yu Mengyu drohte ihren Erfolg über Liu Shiwen im Endspiel des Damen-Mannschafts-Wettbewerbs bei den Asian Championships im Februar 2012 zu wiederholen. Es sollte aber keine Wiederholung geben. Nach dem Verlust des dritten Satzes erhöhte Liu Shiwen das Spielniveau. Sie dominierte das Geschehen und bewies dabei, warum sie im Vorfeld des Turniers als Favoritin gehandelt wurde.

Nachdem sie sich den Platz unter den letzten acht gesichert hatte, stand Liu Shiwen erneut Yu Mengyu gegenüber. Diesmal gab es aber keine Gnade. Sie gewann glatt in vier Sätzen (11-6, 11-4, 11-2, 11-8), bevor sie im Halbfinale Jiang Huajun aus Hongkong, obwohl sich diese in Topform präsentierte, bezwang (4-11, 11-3, 11-9, 11-8, 11-3).

Erneut war es die oberste Stufe des Siegerpodiums für Liu Shiwen. Einfach großartig.


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