21. Februar 2013

Die große Bühne, das Zuhause von Zhang Jike

Am Montag, den 18. Februar gewann der von Butterfly gesponserte Zhang Jike den Herren-Einzel Titel bei den ITTF 2013 World Tour Kuwait Open und sicherte sich so den fünften Titel dieser Turnierreihe.

Ganz einfach, Zhang Jike war typisch Zhang Jike. Um seine beste Leistung abzurufen, braucht er eine große Herausforderung, er braucht die große Bühne. Das Finale der Olympischen Spielen oder der Weltmeisterschaften sind sein Zuhause. Seine sportliche Leistung wächst mit dem größten Druck.

In Kuwait wurde diese Tatsache bestätigt.

Am Finaltag bewies er sich als Meister gegenüber seinen Landsleuten Wang Hao und Ma Long. Beide besiegte er ohne einen siebten Entscheidungssatz in Anspruch zu nehmen. Er wurde gefordert und war hoch motiviert.

Allerdings war dies ein ganz anderer Zhang Jike im Vergleich zum Samstag, den 16. Februar, dem ersten Turniertag, seinem 25. Geburtstag, an dem er beinahe in der ersten Runde ausschied. Er begegnete Wong Chun Ting, dem dynamischen Penholder-Spieler aus Hong Kong, der in seiner Qualifikationsgruppe Zweiter wurde und sich demzufolge einen Platz in der ersten Runde sicherte, wo er aber erneut unterlegen war.

Ihm wurde aber einer der „Lucky Loser“-Plätze zugeteilt, allerdings gegen Zhang Jike verließ ihn endgültig seine Glückssträhne. Der spätere Sieger gewann, aber alle Augen waren auf das Spiel fixiert. Die Zuschauer auf der Tribüne fragten sich beim Spielstand von 10:10 im entscheidenden siebten Satz, ob sich eine riesige Überraschung anbahnen würde.

Während des gesamten Spiels hatte Zhang Jike mit sich selbst zu kämpfen, um einen Motivationsfunken zu zünden. Das Spiel gegen die Nummer 168 der aktuellen Weltrangliste war für den Olympiasieger und Weltmeister einfach keine Herausforderung; zumindest nicht bis zu den letzten entscheidenden zwei Punkten, als er dann doch unter Druck geriet. Diese Punkte gewann er absolut mühelos, einfach und unterhaltsam für die Zuschauer!

Erfolg für Zhang Jike und im Damen-Einzel Wettbewerb war seine Landsfrau, die auch von Butterfly gesponserte Liu Shiwen, ebenfalls erfolgreich. Sie sicherte sich den Titel ohne in einen siebten Satz gezwungen zu werden. Sicherlich ist sie aufgrund ihrer Nicht-Nominierung für die Olympischen Spiele 2012 in London besonders motiviert. In ihr brennt der Ehrgeiz, bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro dabei zu sein.

Auf dem Weg ins Finale wurde sie kaum in Bedrängnis gebracht. Sie war eine Klasse für sich. Im Finale stand sie aber einer regenerierten Feng Tianwei aus Singapur gegenüber, die bereits im Halbfinale Ding Ning besiegt hatte.

Feng Tianwei spielte auf einem Niveau, das man zuvor von ihr nicht gekannt hatte. Beherrschter und konstanter als bisher; Liu Shiwen stand nicht nur eine Gegnerin gegenüber, die sich in Topform präsentierte, sondern auch eine, wogegen sie ein mentales Hindernis überwinden musste.

Nachdem sie Feng Tianwei im legendären Damen-Endspiel bei den Liebherr 2010 Mannschafts-Weltmeisterschaften in Moskau unterlegen war, verlor sie ein Jahr später im Halbfinale des Damen-Einzel Wettbewerbs bei den Volkswagen China Open im Juni 2011 erneut gegen die Spielerin aus Singapur.

Als sie sich allerdings Ende 2012 bei den Volkswagen World Cup der Damen und im Damen-Einzel Wettbewerb bei den GAC Group ITTF World Tour Grand Finals begegneten, gewann Liu Shiwen, wenn auch beim letztgenannten Turnier nur denkbar knapp.

Ihr Trainer, Kong Linghui, erklärte, dass Liu Shiwen mentale Probleme bei ihren Begegnungen mit Spielerinnen aus Singapur hatte. In Kuwait überwand sie jedoch nicht nur dieses Problem, sondern sie besiegte auch eine Spielerin, die sich in Topform präsentierte, und entschied so den Titel für sich.

Es war eine überragende Vorstellung von Liu Shiwen.

Zwei Titel für China und es gab noch zwei weitere für die Weltmacht des Tischtennis.

Das Doppel Xu Xin und Yan An schlug im Finale Ma Long und Zhang Jike und gewann so den Herren-Doppel Wettbewerb. Im Damen-Doppel errangen Ding Ning und Li Xiaoxia die Krone. Im Finale besiegten sie Japans Kasumi Ishikawa und Misaki Morizono.

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