3. Oktober 2011

Asien Cup 2011

Topgesetzte siegen erwartungsgemäß, aber Noshad Alamiyan stiehlt allen die Schau

Bei dem GAC Motors Asien Cup 2011 am Freitag, den 30. September 2011, gewannen Ma Long und Guo Yan vom Gastgeberland in der südchinesischen Stadt Changsha den Herren- bzw. Damen-Einzel-Titel.

Sie waren die Topgesetzten. Man erwartete, dass sie siegen würden und sie wurden ihrer Favoritenrolle gerecht.

Jedoch wurden beide auf eine harte Probe gestellt. Ma Long benötigte jeweils sechs Sätze, um Kim Min Seok aus Korea, Gao Ning aus Singapur und Landsmann Xu Xin in der zweiten Phase des Turniers zu bezwingen. Guo Yan bekam erst im Finale die schwerste Prüfung, als sie auf Jiang Huajun aus Hong Kong traf, die sich in Topform zeigte.

Nach ihren enttäuschenden Ergebnissen bei der diesjährigen ITTF Pro Tour übertraf Jiang Huajun alle Erwartungen. In Changsha lebte sie wieder auf und wurde lediglich durch Guo Yan besiegt.

Beide trafen während des Wettbewerbs zweimal aufeinander, in der Gruppenphase und in der Endphase des Turniers. Bemerkenswert war dabei, dass Jiang Huajun eine der größten Aufregungen des Turniers verursachte, in dem sie die an Nummer zwei gesetzte Guo Yue aus China im Halbfinale besiegte.

Jiang Huajun lieferte gegen die spätere Turniersiegerin eine starke Leistung ab. Gao Ning machte ebenfalls mit beeindruckenden Ergebnissen von sich reden. Er erreichte das Halbfinale und zwang dort Ma Long in den sechsten Satz. Gao Ning zeigte sich dabei Ma Long gewachsen, unterlag aber dennoch. Im anschließenden Spiel gegen Kaii Yoshida aus Japan fühlte er sich allerdings wie ein Fisch auf dem Trockenen.

Kaii Yoshida, der im Turnier wie immer viel Spielfreude ausstrahlte, besiegte Gao Ning zunächst in der Gruppenphase und überwältigte den Spieler aus Singapur dann auch im Kampf um die Bronzemedaille.

Der dritte Platz ging an Kaii Yoshida, aber wenn jemand eine Medaille verdient hätte, wäre es der 19 Jahre alte Noshad Alamiyan aus dem Iran gewesen. Der Butterfly-Partner erreichte einen beachtlichen sechsten Platz und damit sieben Plätze höher als ein Jahr zuvor, als er bei seinem Debüt in Guangzhou Rang 13 belegte.

Ohne auch nur in einen fünften Satz gezwungen zu werden, gewann er den Continental Cup. Dabei besiegte er Tran Tuan Quynh aus Vietnam, Sanil Shetty aus Indien und Rashid Omar aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Seine Siege bescherten ihm einen Startplatz in der Zwischenrunde, wo er den Chinesen aus Taipeh Chiang Peng-Lung und Kim Min Seok aus Korea bezwang und sich so einen Startplatz in der Hauptrunde sicherte.

Die Spieler, die in ihren Gruppen den ersten und zweiten Platz in der ersten Gruppenphase belegten, kamen in die Hauptrunde. Die Drittplazierten, sowie der Sieger vom Continental Cup, spielten in der Zwischenrunde. Der Sieger der Zwischenrunde traf in der anschließenden Hauptrunde auf den an Position zwei gesetzten Spieler. Der Zweite spielte gegen den Topgesetzten.

Demzufolge war Xu Xin, als der an Position zwei gesetzte Spieler, der Halbfinalgegner von Noshad Alamiyan.
Noshad Alamiyan wurde in vier Sätzen besiegt, aber es war eine sehr enge Partie. Jeder Satz wurde mit der denkbar knappsten Punkt-Differenz von zwei Punkten gewonnen, denn jeder Satz ging 11-9 zu Gunsten von Xu Xin aus.

Am Eröffnungstag, Mittwoch, den 28. September 2011 war dies die einzige Niederlage des Iraners. Fünf Siege in sechs Spielen war angesichts des intensiven Zeitplanes, worunter zwei Spieler besonders litten, eine beeindruckende Leistung.

Li Jiawei, musste beim sechsten Spiel des Eröffnungstages aufgeben. Nachdem sie die ersten drei Punkte ihrer Viertelfinalbegegnung gegen Guo Yue verlor, bekam sie starke Schmerzen zwischen Daumen und Zeigefinger und konnte so nicht mehr weiterspielen.

Einen Tag später wurde ebenfalls Tie Yana aus Hong Kong während ihres Halbfinalduells mit Guo Yan gezwungen, aufzugeben. Schmerzen im unteren Rückenbereich waren bei ihr der Grund für die Spielaufgabe. Am folgenden Tag trat sie zwar im Kampf um die Bronzemedaille gegen Guo Yue an, da sie sich aber nicht flüssig bewegen konnte, konnte sie kaum Widerstand leisten und war so ein Schatten ihrer Selbst.

„Sie wird alt“, lächelte Li Huifen, die Damen-Nationaltrainerin aus Hong Kong. 32 Jahre, das ist alt!

Verletzungen für Li Jiawei und Tie Yana. Ma Long und Guo Yan hatten dagegen keine Probleme. Beide waren in einer guten körperlichen Verfassung und wurden so erneut Sieger des Asian Cups.
Für Ma Long war es der dritte Titel im Herren-Einzel beim Asian Cup; zuvor gewann er 2008 in Sapporo, Japan, und im darauffolgenden Jahr in Huangzhou, China. Für Guo Yan war es ihr zweiter Erfolg. Sie gewann zuvor 2005 in New Delhi.

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